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Befahrung von Waldböden Strategien zur Schadensminimierung
Seit Beginn der 1980er Jahre wird die Befahrung von Waldböden und deren negative Auswirkungen auf die Funktion als Keimbett und Wurzelraum intensiv diskutiert. Zahlreiche Untersuchungen belegten, dass die befahrungsbedingte Veränderung des Porensystems zu einer eingeschränkten Bodenbelüftung führt und dadurch die Eignung von Böden als Wurzelraum beeinträchtigt wird. Aufgrund der Komplexität von Waldbodenstruktur und Stoffkreisläufen sowie der Langfristigkeit der forstlichen Produktion ist eine standorts-individuelle Prognose des Schadenseintritts und von Regenerationsprozessen im Vergleich zur Landwirtschaft mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Eine Schadensvermeidungsstrategie muss daher darauf abzielen, Produktionsfläche und Befahrungsfläche zu trennen. In den Handlungsanweisungen für den Maschineneinsatz bei der Bewirtschaftung von landeseigenen Wäldern ist geregelt, dass flächiges Befahren generell verboten bzw. zu vermeiden ist. Die Befahrung und damit die Schadensentstehung muss auf ein System äquidistanter und langfristig genutzter Fahrtrassen konzentriert werden. Aus der Sicht des Bodenschutzes sind alle maschinen- und verfahrenstechnischen Möglichkeiten zu nutzen, um so weite Fahrtrassenabstände wie möglich zu realisieren. Ein eventuell entstehender betrieblicher Mehraufwand stellt dabei eine Investition in den Bodenschutz dar.
Seiten 76 - 82
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.BODENSCHUTZdigital.de/ZBOS.03.2005.076
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