Inhalt » Archiv » Ausgabe 03/2007 » Bodenbelastungen nach Aufbringung PFT-haltiger Abfälle in Nordrhein-Westfalen

Bodenbelastungen nach Aufbringung PFT-haltiger Abfälle in Nordrhein-Westfalen

Durch die Ausbringung PFT-belasteter Abfallgemische auf einer Vielzahl landwirtschaftlicher Flächen sind insbesondere im Einzugsgebiet von Möhne und Ruhr Bodenbelastungen eingetreten. Diese wirken sich nach derzeitigem Kenntnisstand in erster Linie über den Pfad Boden-Gewässer und hier prioritär auf die Qualität von Oberflächengewässern aus. Die Vielzahl der betroffenen Flächen und die wahrscheinlich sehr unterschiedliche PFT-Belastung von Einzelchargen der aufgebrachten Abfallgemische erforderten zusammen mit der zunächst nur begrenzt vorhandenen speziellen Laborkapazität für PFT-Analysen im Hinblick auf die behördliche Gefahrenermittlung und -abwehr eine „risikoorientierte“ Herangehensweise. Dabei wurden Flächen dann prioritär untersucht, wenn in angrenzenden Gewässern relevante PFT-Konzentrationen und/oder -frachten ermittelt wurden. Mit diesem Ansatz konnte vergleichsweise schnell eine Hochbelastungsfläche identifiziert werden, die hinsichtlich der Gewässerbelastung der Möhne von herausragender Bedeutung ist. Dort wurden durch die zuständigen Bodenschutzbehörden Sanierungsmaßnahmen angeordnet und auch umgesetzt. Auf den übrigen bisher untersuchten Aufbringungsflächen wurden nur erheblich geringere PFT-Konzentrationen und -mengen ermittelt, so dass eine Bodensanierung insbesondere auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichts punkten ausschied.

Seiten 65 - 70

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.BODENSCHUTZdigital.de/ZBOS.03.2007.065

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