Inhalt » Archiv » Ausgabe 03/2006 » Untersuchung zur Bodenverdichtung nordrhein-westfälischer Böden

Untersuchung zur Bodenverdichtung nordrhein-westfälischer Böden

Zur Vermeidung schädlicher Bodenveränderungen stehen Prognosekonzepte („Schadverdichtungsgefährdungsklassen“, „Vorbelastung“, „Druckbelastungsquozient“) zur Verfügung, die auf eine bodengefügeschonende Landbewirtschaftung abzielen. Das „Indikatorenmodell“ soll die eindeutige Identifikation einer Bodenschadverdichtung im Sinne des Vollzuges nach § 8 Bundesbodenschutzgesetz ermöglichen.
Aufgrund der kontroversen Diskussion zur Bodenschadverdichtung wurden in einem Forschungsvorhaben der Gefügezustand von Ackerböden in NRW quantifiziert sowie Modelle zur Vorsorge und Identifikation schädlicher Bodenveränderungen validiert. Dazu wurden in einem Zeitraum von 3 Jahren bodenphysikalische, -mechanische und –chemische Untersuchungen auf insgesamt 46 landwirtschaftlichen Nutzflächen unter verschiedenen Standort- und Nutzungsbedingungen durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Unterböden der untersuchten Flächen derzeit ihre Funktion der Wasser- und Luftführung erfüllen. Im Krumenbasis- und im nicht gelockerten Krumenbereich sind die Böden jedoch stärker verdichtet. Das Konzept „Vorbelastung“ lässt langfristig einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz des Bodengefüges erwarten. Die berechneten Bodendruckspannungen zeigen, dass insbesondere der Einsatz schwerer Erntemaschinen ein Gefährdungspotenzial für die Bodenbereiche unterhalb des Lockerungshorizontes hat.

Seiten 64 - 71

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.BODENSCHUTZdigital.de/ZBOS.03.2006.064

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