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Vorratsbasierte digitale Bodenbelastungskarte am Beispiel der Stadt Essen
Zur Erfassung der Bodenbelastung mit Schwermetallen werden in Nordrhein-Westfalen digitale Bodenbelastungskarten erstellt. Bislang stellen Bodenbelastungskarten jedoch nur die Konzentrationen von Schadstoffen in den Auflage- oder Oberbodenhorizonten von Böden, die unter den naturnahen Nutzungen Wald, Grünland oder Acker stehen, dar. Um die Belastung der Böden umfassend abzuschätzen, ist es jedoch notwendig, auch die Schadstoffvorräte zu berücksichtigen. Für die Stadt Essen wurden solche Karten der Bevorratung auf Basis der digitalen Bodenbelastungskarte bis in eine Mineralbodentiefe von 30 cm für Cd, Pb und Zn entwickelt. An Hand der Vorratskarten kann gezeigt werden, dass Gebiete mit erhöhten Schadstoffkonzentrationen häufig durch geringe Vorräte (Cd, Zn in Wäldern) und umgekehrt (Ackerböden) gekennzeichnet sind. Konzentrations- und Vorratskarten zeigen verschiedene Raummuster. In Waldböden konnten deutlich höhere Konzentrationen an Pb und Zn nachgewiesen werden als in Böden unter landwirtschaftlicher Nutzung. Die Vorräte jedoch sind für Pb über alle untersuchten Flächen auf einem ähnlichen Niveau, während die Zn- und Cd-Vorräte von Ackerböden die der Wälder häufig um ein Vielfaches überschreiten (bis zum 6-fachen).
Seiten 4 - 11
Zitierfähig mit Smartlink: http://www.BODENSCHUTZdigital.de/ZBOS.01.2005.004
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